Lügen haben kurze Beine, aber Stimmen lügen nie!

Lügen haben kurze Beine, aber Stimmen lügen nie!

Hören Sie auf den Klang der Stimme und erkennen Sie die Stimmung, die mitschwingt.

 

Was verraten uns stimmliche Äußerungen über unseren Gesprächspartner?

Wenn ich unsere Coachingteilnehmer von SPC befrage, auf welche Signale sie während eines Gesprächs durch ihren Gesprächspartners achten, berichten sie meist nur vom Inhalt der Äußerungen, die ihr Gesprächspartner tatsächlich formuliert. Also Worte der Zustimmung, der Ablehnung, der Begeisterung oder des Unverständnisses.

 

Selten werden auch stimmliche Signale dekodiert.

Im Gespräch beschäftigen wir uns in erster Linie damit, was  wir unserem Gesprächspartner mitteilen wollen (wir verschicken den Inhalt). Es fällt uns schwer auf andere Signale, wie Stimmklang im Gespräch bewusst zu achten, obwohl diese klanglichen Signale im Raum stehen.

 

Stimmungen schwingen mit der Stimme im Raum. Wir sollten sie wahrnehmen und verstehen.

Welcher Inhalt steht im Raum, wenn Ihr Gegenüber Ihnen antwortet: „Die neue Aufgabe finde ich superspannend.“ und die Stimmführung dabei monoton und leise ist?

Vielleicht freut sich Ihr Gegenüber gar nicht auf seine neue Aufgabe, sondern fühlt sich überfordert? Indem Sie antworten „Ja das neue Projekt bietet so viele Möglichkeiten und spannende Aufgaben, da haben wir was ganz Großes an Land gezogen und Sie werden das Projekt zum Erfolg bringen.“ wird Ihr Gegenüber noch weniger den Mut fassen, seine Bedenken und sein Gefühl der Überforderung zu äußern.

 

Warum achten wir nicht mehr auf Stimm-Signale, die über tausende von Jahren unsere Kommunikation ausmachten?

Sprache in Form von Worten und Sätzen kam erst viel später. Wir konnten uns über wesentliche Dinge, wie Zu-und Abneigung, gute Essensquellen, drohende Gefahren, freudige Ereignisse durchaus austauschen. Wir hörten die Stimme und sahen Mimik und Gestik.

https://news.berkeley.edu/2019/02/04/audio-map-of-exclamations/

 

Wir überhören sehr oft die stimmlichen Inhalte der Aussagen unserer Gesprächspartner. Das führt zu Fehleinschätzungen und falschen Schlüssen im Gespräch.

Mimik zu interpretieren fällt uns leichter, als die schnell entschwindenden Schallwellen unserer Stimmäußerungen. Eigentlich schade, da wir so wesentliche Informationen einfach nicht mitbekommen.

https://www.zeit.de/2019/07/stimme-biometrie-messbarkeit-emotionen-persoenlichkeit

 

Was sagt uns die Stimme unserer Gesprächspartner?

Es lohnt sich den Blickwinkel zu verändern und zur Wahrheitsfindung nicht nur auf der Inhaltsebene zu bleiben, sondern auch die stimmlichen Signale während eines Gesprächs zu lesen.

Die Inhaltsebene bezeichnet man als die verbale Ebene. Wir brauchen mehr Aufmerksamkeit für die paraverbale Ebene – also für akustische Signale durch die Stimme.

 

Hören Sie hin, wie es klingt und bleiben Sie nicht nur auf der Textebene.

Solange Inhalt (verbal) und Stimmklang (paraverbal) zusammenpassen, können wir uns auf den verbalen Teil beschränken. Wir hören was der Gesprächspartner sagt. Sobald es hier Diskrepanzen gibt, müssen diese erkannt und aufgedeckt werden. Wir sollten jetzt hören, wie er es sagt und was er damit uns mitteilen will.

 

Passt der Stimmklang zur Aussage? Behalten Sie diese Frage im Kopf.

Decken Sie die Diskrepanzen zwischen Inhalt und Form des Gesagten auf. Sie erfahren sofort mehr über Ihren Gesprächspartner. Dann werden Sie auch besser auf ihn eingehen können und das Gespräch erfolgreich gestalten können.

 

Was spricht dagegen die empfundene Diskrepanz anzusprechen?

„Schön, dass Du die neue Aufgabe spannend findest, aber sie ist auch fordernd. Wie geht es Dir mit den neuen Anforderungen?“ Überforderung gefühlt oder sachgerecht kann nun geklärt werden, bevor das Projekt schief läuft, weil sich der Mitarbeiter nicht traute Bedenken zu äußern.

Im Zeitdruck unseres terminabhängigen Projektmanagements denken wir oft zu früh an Zielvereinbarungen. Wir spüren den Druck das Ziel schnell und fehlerfrei zu erreichen, wir haben alles durchdacht, jetzt müssen die anderen einfach nur mitmachen. Mit der Zielvereinbarung wird alles laufen. Das Team weiß ja, wie es Projekte umsetzen muss.

Sprechen Sie die Stimmung an, die Sie hören, bevor Sie im Gespräch fortfahren. Ihr Gespräch wird deutlich echter und effektiver.

Geht es nur um die Sachebene der Zielvereinbarung, bleiben  wichtige Rückmeldungen der Gesprächspartner schnell auf der Strecke! Im Team melden sich vielleicht die „Profilierer“ zu Wort, die immer erstmal Bedenken anmelden oder Begeisterung verbreiten möchten, um gehört zu werden und den Raum zu füllen. Aber die Zaghafteren werden schnell überhört. Sie werden umso mehr überhört, wenn sich ihre Stimmung (Stimmklang) hinter dem Inhalt verstecken. Aber gerade hier könnten die Stolpersteine liegen, die das Projekt gefährden.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten sprechen Sie uns an. Wir sind die Spezialisten für Stimmklang und Stimmung. Wir beraten Sie gerne, damit Sie Ihre eigene Stimme passend zum Inhalt benutzen und auch hören, was andere Ihnen durch den Stimmklang verraten.

Ihre Iris Eicher und das Team von SPC Sprechen.Person.Coaching.

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