Selbstgespräche sind sinnvoll: Warum der Monolog mit sich selbst Vorteile hat

Selbstgespräche sind sinnvoll: Warum der Monolog mit sich selbst Vorteile hat

Tipps für stressfreies Kommunizieren

Wir kennen alle Situationen, die uns dazu bringen Selbstgespräche zu führen. Selbstgespräche treten meist dann auf, wenn sich Anforderungen ändern oder diese von einem so viel abverlangen, dass dadurch psychische Beanspruchung auftritt. Routinierte Abläufe sind nicht mehr möglich und die Anforderung kann zur Überforderung werden. 

Prof. Eberspächer, bekannt durch sein Buch „Gut sein, wenn’s drauf ankommt“ (2011), betont die Wichtigkeit von Selbstgesprächen. Damit Ihr Gespräch mit dem Vorstand, die Präsentation vor den Kunden oder die Rede vor hundert geladenen Gästen erfolgreich wird, können Selbstgespräche helfen oder aber auch vernichten. 

Die Heftigkeit des Selbstgesprächs spiegelt die Intensität der erlebten Beanspruchung wider, so Prof. Eberspächer. 

 

Selbstgespräche zeigen drei Ausrichtungen:

  1. Rückblickend kommentieren: „Welche Erfahrungen habe ich von früher?“
  2. Den Auslöser diskutieren: „Wenn das gleich eintreten wird, dann..!“
  3. Begleitend kommentieren: „Was geschieht da gerade?“

Reihenfolge und Gewichtung der drei Perspektiven können wechseln und die eigene Haltung in einer Situation massiv beeinflussen.
Die Bewertung einer Anforderung kann sehr unterschiedlich ausfallen und damit ein Spektrum von totaler Überforderung bis zu entspannter Gelassenheit ermöglichen. 

 

Selbstgespräche, um den Kopf frei zu bekommen

An unseren Selbstgesprächen lässt sich ablesen, dass wir ständig unsere Welt bewerten. Wir finden Menschen sympathisch oder unsympathisch, bewerten Atmosphären als angenehm oder unangenehm und fühlen uns in Situationen bedroht oder herausgefordert. Das permanente Bewerten rückt Situationen immer wieder in neues Licht. Eine Situation kann eine tatsächliche Schwierigkeit aufweisen, aber jenseits dessen führt die Bewertung der Situation (unser innerer Dialog, das Selbstgespräch) dazu, aus der Herausforderung die Überforderung zu machen. Wir möchten dann den „Kopf frei bekommen“, d.h. das Selbstgespräch beenden, es verhindern. 

Besser wäre es das Selbstgespräch in die richtige Richtung zu lenken.

 

Das Selbstgespräch soll folgende Punkte klären: 

  1. Wie ist die Schwierigkeit der gestellten Anforderungen?
  2. Welche fremden und eigenen Ansprüche bestehen?
  3. Was sind die Konsequenzen dessen, was man tut?

Der innere Dialog sollte klären, welche Anforderungen tatsächlich bestehen und ob die verfügbaren Handlungsmuster ausreichend sind. Schwieriger wird es bei den vermeintlichen Ansprüchen. Hier stehen die eigenen Ansprüche meist mehr im Weg, als die tatsächlichen Ansprüche von außen. Ein sinnvolles Selbstgespräch klärt die inneren Ansprüche und reduziert diese auf ein adäquates Minimum. Sie können ferner versuchen sich über die Konsequenzen Gedanken zu machen.

 

Was sind die Folgen eines möglichen Misslingens?

Tatsächlich nehmen die Gedanken in Form von Selbstgesprächen zum Thema „Was passiert, wenn…“ einen großen Raum ein. Darüber zerbrechen wir uns den Kopf, ohne darauf im Hier und Jetzt eine Antwort zu bekommen. Das sinnvolle Selbstgespräch sollte zudem die eigenen Ansprüche unter die Lupe nehmen und wenig Energie in Zukunftsprognosen stecken. So gelingt in der aktuellen Situation eine Handlung (z.B. die Stellungnahme im Meeting) ohne Bewertung. Somit entsteht eine Redesituation, die frei ist von psychischer Beanspruchung. Versuchen Sie sich von Ihren inneren Wertemustern in Redesituationen zu befreien, um Ihre ganze Energie auf Ihre Kommunikationspartner zu richten.

Wollen Sie mehr über dieses Thema erfahren, dann besuchen Sie unsere Website. www.sprecher-coaching.de

Mit besten Grüßen
Iris Eicher und das Team von SPC Sprechen-Person-Coaching aus München

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