Stimme, der Türöffner zum Gespräch!

Das ABC der Gesprächsführung!

A für Akquise, B für Beratungsgespräch, C für Cold Call …

 

Warum ist die Stimme ein Türöffner?

 

Der Klang unserer Stimme entscheidet über Sympathie und Attraktivität des Sprechers – so Dr. Jan Michalsky und Heike Schoormann (2019) von der Universität Oldenburg.

https://uol.de/news-detail/was-die-stimme-verraet-2228/

Zwei Personen können am Telefon den gleichen Inhalt erzählen und wir finden trotzdem einen Redner sympathischer als den anderen. Wir lassen uns von der Stimme leiten.

 

Wie muss die Stimme klingen, damit der Gesprächspartner den Sprecher attraktiv findet?

In den letzten Jahrzehnten so Dr. Michalsky gab es nur wenige Studien über die Kriterien für eine attraktive Stimme. Verschiedene Lehrstühle kommen zu ähnlichen Ergebnissen.

 

 

Die stimmlichen Türöffner zum Gespräch:

 

  • Stimmlage: Die gewählte Tonhöhe der Stimme sollte möglichst in einem natürlichen Bereich liegen. Das bedeutet weder unnatürlich hoch, noch unnatürlich tief.

 

  • Modulation: Wenn man seine natürliche Stimmlage gefunden hat, dann macht eine Variation der Tonhöhe das Zuhören angenehmer, d.h. nicht nur tief oder nur hoch. Jegliche Monotonie ermüdet den Zuhörer.

 

  • keine Nasalität: Zu Beginn der letzten Jahrhunderts galt Nasalität vornehm und gerade die Frauenwelt in Europa verpackte die Vokale in eine nasale Klangfarbe. Der Zeitgeist hat sich geändert und Nasalität, wenn sie nicht zum Lautinventar der Sprache gehört, wirkt nicht mehr anziehend.

 

  • Pausen: Zu schnelles Sprechen stresst den Redner und noch mehr den Zuhörer. Gönnen Sie sich und Ihrem Gegenüber Pausen. Pausen erleichtern das Sprechen und helfen dem Zuhörer den dargebotenen Inhalt zu verarbeiten. Sprecher und Zuhörer haben Zeit zu verschnaufen. Das macht den Sprecher wieder sympathisch.

 

  • kein zögerliches Sprechen: Mit Pausen sollte man es aber nicht übertreiben. Pausen unterstützen die Wirkung, wenn sie an der richtigen Stelle stattfinden. Zu viele Pausen wirken zögerlich und das macht das Sprechen nicht sympathisch. Ihr Gegenüber zweifelt, ob Sie gerne mit ihm sprechen.

 

Der Klang der Stimme und die Art des Sprechens sind also die Türöffner zum Gespräch!

 

Das klingt einfach und dennoch scheitern wir oft. WARUM?

 

TIPPS damit stimmliche Türöffner funktionieren:

 

  • Vorsicht Stress: Den richtigen Ton also die passende Stimmlage zu finden, klingt einfach. Aber gerade bei Stress ist es natürlich, dass wir schneller und damit automatisch höher sprechen. Woher sollten wir also wissen, welches Tonspektrum noch natürlich ist und damit attraktiv klingt? Ein entspanntes „HMMM“, das wie eine kleine Zustimmung klingt, liegt meist in Ihrer Sprechmittellage. Auch kleine Kaubewegungen und dabei MMM tönen helfen, die angespannte Stimmlage wieder loszuwerden. Schön wäre es nun, wenn Sie es schaffen in einem schwierigen Gespräch diesen entspannten Ton, trotz gefühltem Stress zu treffen. Ihr Gegenüber dankt es Ihnen und findet Sie sympathisch.

 

  • Vorsicht Fluchtverhalten: Schwierige oder unangenehme Themen wollen wir schnell hinter uns bringen. Daher sprechen wir schneller. Unser Wunsch das Gespräch oder die Präsentation hinter uns zu bringen, treiben uns an. Aber  ab einem bestimmten Sprechtempo können unsere Zuhörer uns nicht mehr bequem folgen. Wir treiben sie förmlich durch unsere Inhalte und Argumente. Die Zuhörer fühlen sich gejagt und vergeben keine  Attraktivitätspunkte.

 

  • Vorsicht Ablenkung: Schenken Sie Ihrem Zuhörer die ganze Aufmerksamkeit. Denken Sie nicht an den folgenden Termin, wenn Sie gerade im Kundengespräch sitzen. Auch E-Mails lesen und gleichzeitig am Telefon mit dem Kunden verhandeln, wirkt sich auf den Stimmklang aus. Beschäftigt sich der Sprecher gleichzeitig mit mehr Themen, dann klingt das Sprechen monoton. Es fehlt an Sprechdynamik, die den Zuhörer mitreißt. Der Sprecher wirkt abwesend. Das Sprechen klingt zögerlich. Der Zuhörer fühlt sich nicht angesprochen und bewertet den Sprecher unsympathisch.

 

  • Vorsicht Rückzug: Nehmen Sie sich im Gespräch nicht zurück. Verstecken Sie sich nicht  hinter einem neutralen Auftreten. Zeigen Sie sich durch den Klang Ihrer Stimme. Moduliertes und dynamisches Sprechen bedeutet die wesentlichen Inhalte zu betonen und an den richtigen Stellen die Pausen zu setzen. Überlegen Sie sich, was Sie sagen wollen und zeigen Sie, was Ihnen wichtig ist. Verstecken Sie sich nicht hinter zu vielen Argumenten, die Sie alle ganz beiläufig erwähnen. Ihr Gesprächspartner möchte heraushören, was Ihnen persönlich wichtig ist. Durch die richtige Betonung zeigen Sie, wie Sie zu einem Thema stehen. Sie werden für Ihren Zuhörer greifbar, glaubwürdig und damit attraktiv.

 

Warum ist die Art des Sprechens so wichtig?

Stimmattraktivität wirkt in den ersten Sekunden eines Gesprächs! Denn schon zu Beginn des Sprechens entscheidet der Zuhörer unbewusst, ob er den Redebeitrag (also den Sprecher durch die Art des Sprechens) sympathisch findet.

In der Entwicklung des Menschen gab es Stimme schon bevor der Mensch Sprache entwickelt hat. Das bedeutet Stimmklang diente schon zur Kommunikation, um Befindlichkeit, Zustimmung oder auch Sorge auszudrücken.

In diesen ersten Sekunden können Sie noch nicht mit Argumenten punkten. Diese müssen mental verarbeitet werden. Das ist eine sprachliche Leistung. Stimmklang dagegen wird sofort verarbeitet. Der Zuhörer reagiert mit einem Urteil, das sich durch seine Stimmung ausdrückt. So wird der  Stimmklang und die Art des Sprechens tatsächlich zum Türöffner, der entscheidet, in welcher Stimmung Ihnen Ihr Gesprächspartner weiter zuhört.

Also ob Ihr Gesprächspartner Sie sympathisch und attraktiv empfindet oder nicht.

Wenn Sie wissen wollen, wie Sie Ihre Stimme trainieren und Ihr Sprechen bewusst gestalten, dann besuchen Sie unsere Website. Hier finden Sie viele interessante Videos, die Ihnen das Thema Stimme und Sprechen noch weiter darlegen.

 

Viel Spaß!

Ihre Iris Eicher und das Team von SPC Sprechen-Person-Coaching

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